Wie computergenerierte Bilder
und Videos entstehen.
Auf dieser Seite zeige ich am Beispiel einer relativ einfachen aufgebauten Wandlampe, wie sich der Arbeitsablauf gestaltet, um aus den verfügbaren Vorlagen anschauliche Bilder und ein Video zu kreieren.

Erforderliche Referenzen und Daten zusammenstellen.
Zu Beginn benötige ich natürlich möglichst viele Infos zum Objekt. Hilfreich sind hier u.a. :
- Fotos und Videos
- technische Zeichnungen
- vorhandene 3D Modelle, z.B. aus CAD Programmen, die in die Dateiformate: .stl, .obj, oder .ply exportiert werden können
- Texturmuster von Oberflächen
- Beschreibung der Funktionsweise, falls erforderliche
- Varianten
Modellieren nach Vorlage
Im ersten Schritt muss nun das Modell erstellt werden. Hierbei wird das Objekt nach den vorhandenen Zeichnungen und Vorlagen in Vertex - Bauweise nachmodelliert und modifiziert.
Hierzu ist es natürlich auch von vorneherein wichtig zu wissen, was am Ende zu sehen sein soll, damit man nicht unnötige Zeit damit verbringt, Details zu modellieren, die am Ende ohnehin nicht zu sehen sind.
Funktionsweise und bewegliche Elemente sollten vorher bestenfalls auch geklärt sein, damit dies bei dem Aufbau des Modells berücksichtigt werden kann.

3D - Datenimport
Sie haben Ihr Objekt schon als 3D - Modell vorliegen, z.B. als CAD?
Wunderbar, in der Regel spart es Zeit und Kosten, wenn ich das Objekt als .stl, .obj, oder .ply - Datei importieren kann.
Das Modell muss noch auf unerwünschte Kantenbildung, offene Stellen oder Oberflächenverwerfungen überprüft werden. Teile müssen ggf. nachmodelliert werden, auch um komplexe Texturen besser aufbringen zu können.
Ein vorhandenes 3D - Modell ist aber in jedem Fall eine Erleichterung.

Texturen erstellen und aufbringen
Nach den zur Verfügung stehenden Bildern oder Videos werden nun die Oberflächentexturen erstellt und zugewiesen. Einfarbige, matte, glänzende, spiegelnde oder transparente Oberflächen mit gleichbleibender Struktur, können in der Regel, ohne großen Aufwand selbst erstellt werden.
Bei individuellen Strukturen, Mustern oder Logos ist es natürlich sehr hilfreich, wenn ich hierfür auf Bildvorlagen zurückgreifen kann.
Diese werden dann wie eine Haut über die Oberflächen gezogen.

Erste Renderings zum Abgleich und finale Layouts erstellen
Hier wird es Zeit, die ersten Renderings mit dem Kunden abzusprechen.
Gibt es noch Anpassungswünsche am Modell?
Jetzt geht es im Detail darum, was wie gezeigt werden soll und in welcher Umgebung. Oder bleibt der Hintergrund transparent und sie können Ihr Modell wie einen Sticker ganz einfach in Dokumente einfügen.
Wie computergenerierte Videos entstehen.
Videos entstehen, wie wohl jeder weiß, durch eine schnelle Aneinanderreihung von Bildern. Damit für das menschliche Auge eine flüssige Darstellung entsteht, benötigt eine Animation min. 24 Bilder pro Sekunde. Dies bedeutet natürlich einen erheblichen Rechenaufwand, je nach Komplexität der Szene und der eingesetzten Rechenleistung.
Zum Erstellen einer Animation, arrangiert man im 3D - Raum alle Objekte, Lichter, Kameras und Simulationen mit so genannten Keyframes auf einem Zeitstrahl, indem man jedem Objekt angibt, was es zu welchem Zeitpunkt der Szene machen soll. Zwischen den Keyframes wird durch das Programm interpoliert, so dass fließende Übergänge entstehen.
Nach dem Rendering aller Bilder wird die Sammlung in den Videoeditor importiert und wird dort mit einem Intro, Outro, Beschreibungen, Effekten, Musik und/oder Sprache zu einem informativen und ansprechenden Video zusammengerendert.
Demovideo
So könnte beispielsweise ein Präsentation der Wandlampe aussehen.









